Burnout und Depression

Burnout und Depression – ein und dasselbe?

Oft werden Burnout und Depression als ein und dieselbe Krankheit angesehen. Richtig ist, dass es sich um einen sehr ähnlichen bis fast gleichen Zustand handelt. Der grundlegende Unterschied liegt jedoch in ihren jeweiligen Ursachen.

Burnout – auch „Erschöpfungsdepression“ genannt, resultiert aus der Situation heraus, dass der Betroffene seine eigenen Bedürfnisse über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigt hat, weil er sie der Arbeit untergeordnet hat.

Eine Depression kann seelische oder auch körperliche Ursachen aufweisen und äußert sich in einer universellen „Unlust am Leben“.

Auch in der Therapieform wird unterschieden: Bei der Burnout-Behandlung wird als allererstes versucht, die Stressfaktoren zu minimieren und den Betroffenen dazu zu ermutigen, sich selbst und seine Bedürfnisse in den Fokus zu rücken.
Bei der Behandlung der Depression konzentriert man sich gleich auf die Stärkung der eigenen Ressourcen.

Und auch gesellschaftlich gibt es einen Unterschied: es ist weniger „verwerflich“ unter den Folgen von chronischer Überarbeitung zu leiden als vermeintlich „psychisch krank“ zu sein. Das heißt, ein Burnout ist gesellschaftsfähiger als eine Depression.