Zeit für Entspannung

Zeit für Entspannung – leichter gesagt als getan?

Wie soll das funktionieren, angesichts wachsender Anforderungen im Beruf, an die Mobilität und die schwindenden Grenzen zwischen Beruf und Privatleben?

Und für was ist es gut?

Es gibt viele Ansätze zu erklären, warum es sich lohnt gezielt in den Tagesablauf Phasen der Ruhe, aber auch Ausgleichsaktivitäten, wie Bewegung an der frischen Luft oder sportliche Bestätigung zu integrieren…

Betrachten wir einmal, was in unserem Körper passiert, wenn wir entspannen:

Unser vegetatives Nervensystem funktioniert als Art Schaltzentrale des zentralen Nervensystems und steuert unsere lebenswichtigen Körperfunktionen, wie Herzschlag, Blutdruck und Atmung. Die Balance regeln die Gegenspieler Sympathikus und dem Parasympathikus.

Der Sympathikus ist für die Leistungssteigerung des Organismus verantwortlich. Er versetzt den Körper in hohe Leistungsbereitschaft und bereitet ihn auf Angriff oder Flucht oder andere außergewöhnliche Anstrengungen vor. er befähigt den Menschen bei Belastungen und Stress dazu, aktiv zu werden und körperliche und geistige Höchstleistungen zu vollbringen: die Hormone Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet, das Herz schlägt schneller, Blutdruck und Atemfrequenz steigen, die Muskelspannung nimmt zu, Zucker- und Fettreserven werden mobilisiert.

Gegenpol ist der Parasympathikus. Er sorgt dafür, dass wir uns regenerieren und entspannen, indem er bestimmte Körperprozesse und Organfunktionen „dämpft“ die genannten Funktionen. Dabei lassen sich veränderte Hirnströme feststellen, besonders bei den sog. Alphawellen. Alphawellen fungieren wie eine Art Entspannungs-Barometer und treten in entspannten Zuständen verstärkt auf.

Hier greift die Wirkung auf unsere Psyche, denn wer häufig entspannt, fühlt sich allgemein ruhiger und ausgeglichener. Die täglichen Anforderungen treten in den Hintergrund und Konflikten kann wesentlich gelassener begegnet werden. Nachweisbar ist, dass negative Emotionen wie Ärger und Wut bei entspannten Menschen wesentlich seltener auftreten. Zudem lassen sich Nervosität und Ängste durch regelmäßige Entspannungsübungen bis zu einem gewissen Grad abbauen und die Regenerationsfähigkeit und Abwehrkräfte steigern.

Entspannung sorgt also für eine signifikante Verbesserung des psychischen, physischen und geistigen Wohlbefindens und auch der geistigen (kognitiven) Fähigkeiten. Konzentration und Aufmerksamkeit lassen sich in einem entspannten Zustand leichter aufrechterhalten und Reize von Außen lenken seltener ab.

Im Sinne der Work-Life-Balance wird so ein dynamisches Gleichgewicht erzeugt, das uns einen besseren Umgang mit den Anforderungen der persönlichen Lebensumstände und äußeren Bedingungen ermöglicht.

Entspannung

  • fördert die Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Gedächtnisleistung
  • steigert das Arbeits- und Leistungsvermögen
  • fördert Wohlbefinden
  • macht schön
  • wirkt Angst reduzierend
  • steigert die Kreativität
  • steigert die Lebensqualität
  • fördert Ruhe und Gelassenheit
  • lässt vom Alltag abschalten
  • Bewertungen und Gedanken fallen positiver, weniger bedrohlich aus
  • die eigene Person wird positiver wahrgenommen
  • man fühlt sich weniger angespannt
  • man fühlt sich gelöster und leichter
  • die Dinge gehen müheloser von der Hand.